Erhebung der Niederschlagswassergebühr.

Niederschlagswassergebühr
(Quelle Bild: Fotolia #109309495.)

Eine Niederschlagswassergebühr fällt an (Bild 1), wenn Regenwasser von bebauten (undurchlässigen) Flächen (Dächer, Terrassen, Hofflächen, Garagenzufahrten) in die öffentliche Kanalisation eingeleitet wird. Damit haben es Grundstücksbesitzer generell in der Hand, die Höhe der Gebühr selbst zu bestimmen. Gelangt Regenwasser einen Misch- oder Regenwasserkanal, so werden zwischen 0,20 Euro und 2,12 Euro Gebühr pro Quadratmeter und Jahr undurchlässiger Flächen fällig. Gelangt das Wasser nicht in den Kanal, fällt auch keine Gebühr an.

Allerdings gibt es für bestehende Gebäude den Anschluss- und Benutzungszwang, das heißt man kann nicht einfach sein Regenwasser alternativ nutzen oder versickern und muss automatisch die Niederschlagswassergebühr nicht mehr bezahlen. Hier muss zunächst beim Kreis oder der Gemeinde angefragt werden, ob eine Befreiung von der Gebühr möglich ist. Auskunft erteilen die Tiefbauämter oder auch die Umweltämter der Kreise und Gemeinden.

Beim Neubau verlangen die meisten Bundesländer grundsätzlich eine Versickerung, Verrieselung oder ortsnahe Einleitung in ein Gewässer, sofern nicht schwerwiegende Gründe entgegenstehen (Altlasten auf dem Grundstück, hoher Grundwasserstand, tonige Böden mit zu geringen Versickerungsraten). Bei sachgemäßen Planung und Bauausführung entfällt so die Niederschlagswassergebühr, allerdings muss dies im Entwässerungsantrag bereits so erläutert sein.

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