Regenwasserbehandlung

Filterschacht zur Reinigung von belastetem Regenwasser
(Quelle Bild: 3P Technik Filtersysteme GmbH.)

Während Wasser von Dachflächen relativ sauber ist und in der Regel ohne weitere Maßnahmen versickert werden kann, ist Wasser von Verkehrsflächen wie Parkplätzen und Straßen meistens stärker mit Schadstoffen wie Mineralölen oder Schwermetallen belastet.

Daher müssen Regenabflüsse von solchen Flächen oftmals vor der Versickerung gereinigt werden.

Hierfür eignen sich z.B. Filteranlagen (Bild 5) oder Entwässerungsrinnen mit integrierten Filterpaketen (Bild 6).

Nur so vorbehandeltes Wasser darf dann in den Versickerungsanlagen versickert werden. Ausnahmen bilden begrünte Flächenversickerungen und Muldenversickerungen, da bei diesen eine belebte Bodenpassage für die Reinigung sorgt.

Allerdings benötigen diese einen deutlich höheren Platz als technische Filteranlagen.

 

Entwässerungsrinne mit Filter
(Quelle Bild: Birco GmbH.)

 

Alle Filteranlagen müssen entsprechend den Herstellerangaben ausgelegt und dimensioniert werden.

Da es eine Vielzahl von Anlagen gibt, die sich vor allem im Betrieb und in der Wartung unterscheiden, helfen Zulassungen dabei, geprüfte Produkte ausfindig zu machen.

Die wichtigsten Zulassungen für die Versickerung sind die allgemeinen, bauaufsichtlichen Zulassungen des Deutschen Instituts für Bautechnik in Berlin (DIBt), die eine Eignung der Anlagen gewährleisten und genaue Angaben zu Planung, Einbau und Wartung machen.

Für die Ableitung in Oberflächengewässer sei auf die LANUV-Liste (Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen) verwiesen. Für den Spezialfall Metalldächer existiert außerdem eine bayerische Landeszulassung gemäß bayerischem Wassergesetz, die auf den Seiten des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) abgerufen werden kann.

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